„Der Schwarze Donnerstag: Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt.“ Buchvorstellung und Lesung mit Dieter Reicherter und Jürgen Bartle
Datum: Dienstag, 05. Mai 2015, 19:30 Uhr
Ort: Backnang, Aspacher Str. 32, Awo-Keller
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„Der Schwarze Donnerstag: Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt.“ Buchvorstellung und Lesung mit Dieter Reicherter und Jürgen Bartle
Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, die Friedensinitiative
Backnang und die Osiandersche Buchhandlung Backnang laden ein:
„Der Schwarze Donnerstag: Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt.“
Buchvorstellung und Lesung mit den beiden Autoren Dieter Reicherter
und Jürgen Bartle
Der 30. September 2010 wird als historisches Datum in die Geschichte
von Stuttgart, ja von ganz Baden-Württemberg eingehen. Dafür wurde
das Wort vom Schwarzen Donnerstag geprägt (der vom SWR kosequent als
„sogenannter Schwarzer Donnerstag“ relativiert wird), das die
Geschehnisse im Mittleren Schlossgarten auf den Begriff bringt: die
Jagd auf friedliche Menschen mit Wasserwerfern, Pfefferspray und
Knüppeln. Jürgen Bartle und Dieter Reicherter berichteten für die
Wochenzeitung Kontext über den späteren Prozess zum
Wasserwerfer-Einsatz. In ihrem Buch bieten sie
Gerichtsberichterstattung vom Feinsten, Journalismus, wie er selten
geworden ist: gründlich, hintergründig, gut geschrieben.
Aus dem Vorwort von Wolfgang Schorlau: „Dieses Buch belegt, dass die
Stuttgarter Justiz von einem tiefen Misstrauen gegen die
Zivilgesellschaft geprägt ist.“
Bericht in der KONTEXT Wochenzeitung:
Das dritte Kontext-Buch
Keine drei Monate nach dem Ende des Wasserwerferprozesses vor dem
Stuttgarter Landgericht liegt es vor: „Der Schwarze Donnerstag:
Unerhört. Ungeklärt. Ungesühnt.“ Das neue Kontext-Buch unserer
beiden Prozessbegleiter Jürgen Bartle und Dieter Reicherter ist im
Druck und ab 21. Februar erhältlich. Sieben Monate lang hat das
journalistisch-juristische Duo beinahe wöchentlich in Kontext
berichtet. Sie sind an allen 24 Verhandlungstagen im Gerichtssaal
gesessen, haben parallel recherchiert und dann zusammengetragen, was
sie an Wissen und Erfahrungen gesammelt haben. Daraus sind so lange
wie kenntnisreiche Texte entstanden, die so nirgendwo anders zu lesen
waren.
Das ist Journalismus: Hintergründig, mit Sachverstand und auch
bissig-kritisch, mit Haltung geschrieben. Wenn daraus ein Buch wird,
das lehrt die Erfahrung, entwickeln die Dinge noch einmal eine ganz
andere Wucht. Und deshalb gibt es „Unerhört. Ungeklärt.
Ungesühnt“ als Kontext-Buch. Als ein Stück Aufklärung über und
Erinnerung an eine Zeit, die nicht vergessen werden darf, wenn einem
Zukunft wichtig ist.
Es ist das dritte Buch, das in diesen Kontext passt. Auf die
„Politische Justiz“ ist „Der König weint“ gefolgt, und jetzt
das Drama um den „Schwarzen Donnerstag“. Dass dies gelungen ist,
ist vor allem Jürgen Bartle zu verdanken. Ohne seine engagierte
Arbeit für alle Titel hätten sie nicht das Licht der Welt erblickt.
Denn: Die Kontext-Redaktion ist eine kleine. Alles, was über die
Produktion der Wochenzeitung hinausgeht, verlangt zusätzliche
Anstrengungen, und die sind oftmals nur schwer zu erbringen. Aber sie
lohnen sich, weil sie das Wissen mehren. Das Wissen um Wichtiges, das
sonst im Dunkeln bleibt.


