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 Energiewende - Quo vadis?

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Datum: Donnerstag, 06. November 2014, 19:30 Uhr
Ort: Staatsarchiv Ludwigburg, Arsenalplatz 3

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Energiewende - Quo vadis?
Bildvortrag mit
Dipl. Ing. Heinrich Blasenbrei-Wurtz
Bauingenieur, Energietechnik

Der Wirtschaftsflügel der CDU, der BDI und die Verbände der Kohle- und Atomwirtschaft wollten die komplette Abschaffung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG). Es wurde nur novelliert, dabei aber zu zwei Dritteln abgeschafft: Der Zubau der Erneuerbaren wird ca. gedrittelt, die Vergütungssätze wurden noch weiter abgesenkt und ab 2017 soll die Förderung durch ein Ausschreibungsmodell abgelöst werden. Die Industrie bleibt im Wert von 5 Mrd. Euro von der Umlage befreit. Das spielt alles den 4 großen Stromkonzernen und der Großindustrie in die Hände. Das Resultat: Braunkohle boomt, die CO2-Emissionen steigen beängstigend, den Bürgerenergiegenossenschaften ist das Geschäftsmodell entzogen und die Bundesregierung macht mit der EU einen Kuhhandel: Milliardensubventionen für ein neues Atomkraftwerk in England werden durchgewinkt und im Gegenzug bezeichnet der EU-Wettbewerbskommissar die Industriebefreiungen von der EEG-Umlage nicht länger als versteckte Subvention.
Trotzdem ist der Siegeszug der Erneuerbaren nicht aufzuhalten. Wind- und Sonnenstrom sind so preisgünstig und flexibel geworden, dass heute weltweit mehr Solar- und Windkraftwerke gebaut werden, als Kohle- und Atomkraftwerke. Inzwischen werden mehr AKWs abgeschaltet, als neue gebaut werden. Der galoppierende Klimawandel und das zunehmende Bewusstsein über die sog. Externen Kosten der konventionellen Energieerzeugung (Umweltschäden etc.) werden den Trend zugunsten der Energiewende verstärken. Auch die Bürgerenergiegenossenschaften und die kommunalen Energieerzeuger haben ihre Potenziale noch lange nicht erschöpfend mobilisiert.

Heinrich Blasenbrei-Wurtz, Bauingenieur im Ruhestand. Seit 25 Jahren aktiv im Umweltschutz und der Ökoenergiebewegung. 20 Jahre selbständiger Unternehmer im Bau von Energieeffizienz- und Erneuerbaren Energieanlagen.

Staatsarchiv Ludwigburg, Arsenalplatz 3, Eintritt frei