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 Kunst gegen Stuttgart 21 - Finissage

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Datum: Freitag, 02. September 2011, 20:00 Uhr
Ort: Ostendstrasse 16, 70190 Stuttgart, Kunstverein Zero Arts

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Kunst gegen Stuttgart 21 - Finissage

Der Kunstverein Zero Arts e.V.

Ostendstrasse 16

70190 Stuttgart

zeigt vom

05. 08. – 02. 09. 2011

Arbeiten von

MARINUS VAN AALST

ZELLSPEICHER - BLOCK 03

(mit Bodenproben vom Baugelände Tiefbahnhof Stuttgart)

Zellspeicher – Block 03 ist die Fortführung des Projekts das 1991 mit Bodenproben vom Kerferhau und den Koordinaten 04-05/94-95 gestartet wurde. Eine weitere Station war der Kunstverein in Ettlingen mit der Ausstellung „Natur forte“ verbunden mit dem Wolfgang Hartmann Preis 2009 für Marko Schacher.

Aufgrund der tiefgreifenden Eingriffe in die Natur durch die Baumaßnahmen des Tiefbahnhofs in Stuttgart ist es dem Künstler ein Anliegen, die Installation mit den Bodenproben vom Baugelände im Block 03 in Stuttgart zu zeigen.

Bei einer Begehung im Juli 2011 hat Marinus van Aalst auf dem Baugelände des zukünftigen Tiefbahnhofs (seine Koordinaten: Breite: 48º47'12.49''N, Länge: 9º10'2945'E) an dafür prädestinierten Stellen Bodenproben gesammelt. Daraus hat er acht Erdhäufchen herausgesucht und den Humus mitsamt seinen in ihm schlummernden Samen und Getier als „Zellplasma“ in jeweils eine transparente Tüte gepackt. An der Decke im Ausstellungsraum unter grell strahlenden, aus Regenrinnen konstruierten Neonleuchten aufgehängt, steckt in jedem Beutel ein dünner Plastikschlauch, der zu einem gemeinsamen Trog führt. Assoziationen an den Tropf von Infusionen in Krankenhäusern sind beabsichtigt und knüpfen bewusst an die Gefahren bei der Umsetzung des Tiefbahnhofs an. Mit seiner formal und funktional an ein Laboratorium erinnernden Installation erforscht Marinus van Aalst vor Ort, welches Energie-Potential in diesen Proben steckt. Er destilliert quasi die Natur und sammelt die Konzentrate (Gärungs-Gase, Bakterien, Kleinstlebewesen, Wasser) in einer Wanne. Man kann auch sagen: Er möchte der Natur eine Gesetzmäßigkeit abtrotzen, eine These bestätigen. Auch Assoziationen an Legebatterien sind möglich. Der Natur wird hier buchstäblich etwas abgepresst. Möglicherweise wird sie gar ausgenutzt?

Das Großprojekt Stuttgart 21 sorgt nicht nur in der Politik für viel Zündstoff, sondern auch in der Kunst.

Der Böblinger Künstler Marinus van Aalst beschäftigt sich mit dem Thema auf seine ganz spezielle Weise: Bei einer Begehung im Juli hat er auf dem Baugelände des zukünftigen Tiefbahnhofs Bodenproben gesammelt. Die gesammelte Erde hängt in van Aalsts Installation „Zellspeicher – Block 03“ in transparenten Tüten unter grellem Licht an der Decke. In jedem Beutel steckt ein dünner Plastikschlauch, der zu einem gemeinsamen Trog führt. Sofort assoziiert man einen Tropf von Infusionen in Krankenhäusern. Und das ist genau van Aalsts Absicht. Er möchte bewusst auf die Gefahren bei der Umsetzung des Tiefbahnhofs hinweisen und auch erforschen, welches Energie-Potenzial in diesen Proben steckt. Er destilliert quasi die Natur und sammelt die Konzentrate (Gärungs-Gase, Bakterien, Kleinstlebewesen, Wasser) in einer Wanne. Man kann auch sagen: Er möchte der Natur eine Gesetzmäßigkeit abtrotzen, eine These bestätigen. Auch Assoziationen an Legebatterien sind möglich.

Diese Erde, die der Künstler als „Zellplasma“ bezeichnet steht stellvertretend für die innerstädtische Natur. Wird van Aalsts Proben also etwas abgerungen wie dem Schlossgarten etwas abgerungen wird? Die Natur hängt bei van Aalst zumindest am Tropf, als Ausdruck ihrer Bedrohung durch die Baumaßnahmen.

Eröffnung: Freitag, 05 . 08. 2011 ab 20 Uhr

Showdown: Freitag, 02. 09. 2011 ab 20 Uhr
Dazu laden wir herzlich ein!

Infos unter:
http://www.art-van-aalst.com
http://www.zeroarts.de